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Fischzucht-Kreislaufanlagen


IRAS-Fischzucht-Kreislaufanlagen verfügen über eine integrierte biologische
Klärtechnik mit "Nitrifikation" und "Denitrifikation" unmittelbar im Zuchtbecken
sowie am Beckenrand die Filtration und Flotation. Alle Komponenten bestehen
aus vorgefertigten und verschraubbaren Segmenten.




IRAS-System in der Praxis

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Karpfenproduktion in Bagdad

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wird die Nutzung des "Youtube-Modus"
unten am Bildschirm empfohlen!























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IRAS-System-Schema Seitenansicht
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IRAS-System-Schema Grundriss

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Diese ausgeklügelte Technik umfasst folgende Bereiche:

Zuchtbereich

Das ist der Lebensraum für die zu züchtenden Fische mit artgerechten
Bewegungs-, Fütterungs- und Ruhezonen. Gleichzeitig herrscht dort eine
hohe Wasserströmung, so dass die Fische - analog zu einem Fließgewässer -
dagegen anschwimmen müssen. Dadurch entsteht beim Fisch Muskelfleisch
anstatt Fett. Bei herkömmlichen Systemen existiert überhaupt keine Strömung
im Zuchtbereich, weil das aufbereitete Prozesswasser lediglich
schwerkraftbedingt ins Becken fällt.

 
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Nitrifikation

Durch die Fütterung der Fische entstehen Exkremente und Futterreste,
die gelöste Stickstoffe enthalten. Dadurch entsteht mit der Zeit auf dem
"Schwebebett-Füllkörper" ein "Biofilm" aus Mikroorganismen, die
Ammonium in Nitrat umwandeln, wobei beim Einfahren des Systems vor
dem Nitrat kurzzeitig auch ein "Nitritpeak" entsteht. Da das "Schwebebett"
vertikal stark belüftet wird, generiert es - neben der Sauerstoffversorgung
der Mikroorganismen und der Fische - gleichzeitig eine starke Strömung im
Becken und eliminiert giftiges CO2. So entsteht ein sauerstoffreiches
(aerobes) Milieu, das für eine Nitrifikation charakteristisch ist.


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Denitrifikation
Unter dem Zuchtbereich existiert - abgetrennt durch einen Gitterboden -
ein sauerstoffarmes (anaerobes) Milieu, der Denitrifikationsbereich. 
Hier bewirkt eine andere Gattung Mikroorganismen auf einem horizontal
rotierenden "Füllkörper-Schwebebett" ebenfalls einen "Biofilm", der das
Nitrat aus dem Nitrifikationsprozess in elementaren Luftstickstoff umwandelt.
Der Denitrifikationsprozess läuft langsam ab und benötigt einige Stunden.
Daher ruht ein Großteil des "Sediment-Füllkörper-Gemischs" solange am
Beckenboden, bis es durch Zentripedalkraft einer im Wechsel geschalteten
(intermittierenden) Strömungspumpe zur Sedimentabsaugung befördert
wird. Die Energie zur Durchführung dieser "simultanen Denitrifikation"
entziehen die Mikroorganismen dem Kohlenstoff aus den Exkrementen
und Futterresten. Die Zugabe von kostspieligem Methanol als Kohlenstoffquelle
entfällt beim IRAS-Verfahren völlig. Kreislaufanlagen ohne Denitrifikation
bergen gesundheitliche Risiken in sich und dürfen sich in Deutschland
und Europa nicht als "ökologische Fischzucht" bezeichnen.
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Filtration
Die ungelösten Feststoffe sinken schwerkraftbedingt zu Boden und
werden kontinuierlich über Trommelfilter im Bypassbereich als "Fischgülle"
aus dem System entfernt. Das zeitweise anfallende Filtratvolumen ist
abhängig von der Besatzdichte.

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Flotation
Verbleibende Schweb- oder Trübstoffe (Suspensionen), die kleiner als
60 Mikron und nicht sinkfähig sind, werden per Druckentspannungsflotation
("DAF") aus dem System entfernt.

Sowohl Trommelfilter als auch DAF erzeugen eine wässrige "Fischgülle",
die automatisch durch Frischwasser ersetzt wird. Die Austauschrate für
Frischwasser bei Kreislaufanlagen darf gemäß FAO-Richtlinie maximal
10 % pro Tag nicht übersteigen. Nicht jeder Anlagenanbieter erfüllt diese
Norm.


Alleinstellungsmerkmale:

Naturnahes Verfahren
IRAS verfügt - analog zu höheren Lebewesen - über einen schnellen
Nitrifikations- und einen langsamen Denitrifikationskreislauf. Das
Verfahren ist naturnah, weil die Naturgesetze angewandt werden:
Luft steigt nach oben (Nitrifikation), Exkremente sinken nach unten 
(Denitrifikation), Sedimente werden mechnisch über Filtersysteme
entfernt (Trommelfiter, Flotation). IRAS ist so konzipiert, dass die
unterschiedliche Prozessdauer von Nitrifikation und Denitrifikation
verfahrenstechnisch berücksichtigt wird.

Bau- und Logistikfreundlich
IRAS wird in Einzelteilen geliefert, die jeder Handwerksbetrieb vor Ort
- ggf. unter Anleitung eines Montagehelfers - zusammensetzen kann
(IKEA-Prinzip). Enge Türen, Eingänge oder räumlich bedingte
Tragkonstruktionen (Stützpfeiler) sind für IRAS kein Problem.
Zudem werden Logistik- und Montagekosten gespart. 

Hygiene- und lebensmittelgerechtes Material
IRAS besteht zu 90 % aus hygiene- und lebensmittelgerechtem 
Edelstahl (V-4-A-Stahl). Dieses Material macht die Systeme äußerst
langlebig und unverwüstlich - im Gegensatz zu thermoplastischen
Kunststoffen, die mit der Zeit spröde und äußerst unansehlich werden. 
Spröder Kunststoff ist ein idealer Nistplatz für giftige Mikroben aller Art.
Daher werden Kunststoffe in der Lebensmittelindustrie weitgehend
gemieden. Die von ihnen ausgehenden gesundheitlichen Gefahren wie
Allergien, Darmerkrankungen oder Vergiftungen sind wissenschaftlich
bewiesen. Kreislaufanlagen
aus thermoplastischen Kunststoffen
erfüllen hierzulande nicht die strenge Norm, die an eine "ökologische Lebensmittelherstellung" geknüpft ist. 

Neueinsteiger- und Nutzungsfreundlich
IRAS wächst mit der Qualifikation des Betreibers und ist daher ideal
für Neueinsteiger. Es kann jederzeit ab- oder umgebaut, d. h. vergrößert
oder verlagert werden.

Hohe Flexibilität
IRAS-Systeme sind sehr anpassungsfähig. Je nach Wunsch werden
sie vom "Ein-Beckensystem" bis hin zur kompletten Fischfarm angeboten.
Das gilt auch für Fische 
mit "Sonderansprüchen" wie Aal, Stör oder
Garnelen. Zudem stehen Sonderkonstruktionen zur Effizienzsteigerung
der Nitrifikationsleistung zur Verfügung ("Overdrive").

IRAS-Systeme sind auch als Rechteckbecken lieferbar.

Weitere IRAS-Alleinstellungsmerkmale sind unter dem Link "Leistungen"
ersichtlich.

IRAS-System

Modulsystem

IRAS-Produktionszyklus

IRAS-Fischfarm

Offenlegungsschrift Deutsches Patent- und Markenamt (DPMA)



IRAS Standard-Systeme

Die IRAS-Standard-Systeme sind von der Anzahl der verschraubbaren
Edelstahlplatten abhängig. Die gängigen Maße der Edelstahlplatten sind
2,50 (L) x 1,25 (H) x 0,001 (t) m.

Bei einer Überlappungslänge von 10 cm pro Platte reduziert sich die
Länge auf 2,40 m, woraus sich - bei gleichbleibender Höhe von 1,25 m -
folgende Beckendimensionen ergeben:

Modell F2 (Setzlinge)
2 Platten - 1,53 m Durchmesser = 2,39 m³ ges.Vol. = 1,54 m³ pro.Vol.

Modell F3 (Setzlinge)
3 Platten - 2,29 m Durchmesser = 5,18 m³ ges. Vol. = 3,35 m³ pro.Vol.

Modell F4 (Jungfische)
4 Platten - 3,06 m Durchmesser = 9,18 m³ ges.Vol. = 5,93 m³ pro.Vol.

Modell F5 (Mastfische)
5 Platten - 3,82 m Durchmesser = 14,32 m³ ges.Vol. = 9,20 m³ pro.Vol.

Modell F6 (Mastfische)
6 Platten - 4,58 m Durchmesser = 20,57 m³ ges.Vol. = 13,23 m³ pro.Vol. 
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IRAS-Module

IRAS-Module bestehen aus drei Aufzuchtbecken: Setzlings-,
Jungfisch- und Mastfischbecken. Die Setzlinge werden im F2 oder F3
bis zur Jungfischgröße gehalten und kommen dann in das Modell F4.
Nach zirka zwei weiteren Monaten (je nach Art) folgt die nächste
Sortierung zur Endmast in das F5 oder F6. In der Zwischenzeit erfolgen
weitere (rollierende) Besatzmaßnahmen analog zum vorerwähnten
Schema.

Alternativ dazu ist auch ein rollierender Besatzrhythmus in einem
einzelnen Aufzuchtbecken unter Verwendung von Netzkäfigen möglich.
Hierfür eignen sich die Modelle ab IRAS F4.

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Besatzplan-Schema