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Marketing


Problem

Meere und Gewässer sind weitgehend überfischt. Rückläufige Fangmengen stehen  steigender Nachfrage gegenüber. Die zunehmende Verschmutzung der offenen
Gewässer verschärft diese Situation zusätzlich. Ganze Populationen wie der
Aal sind vom Aussterben bedroht. Zudem ist Deutschland keine ‚Fischnation’ wie
Frankreich, Spanien oder Dänemark und importiert über 80 % seiner Rohware
aus dem Ausland. Hierbei entstehen große Logistikprobleme aufgrund der schnellen Verderblichkeit von Fisch. Auswirkungen von nicht beherrschten Logistikproblemen
sind "Gammelfische“ sowie „frischähnliche Fischware“ mit gesundheitsschädigender Keimbelastung. Letzteres ist der Öffentlichkeit überhaupt nicht bewusst. Man wundert
sich aber zunehmend über dubiose Erkrankungen wie Allergien und ähnliches. 

Fisch stammt nicht selten – wie viele andere Nahrungsmittel - vom anderen Ende
der Erde wie z. B.: Pangasius aus Vietnam, Viktoriabarsch aus Zentralafrika oder
Stör aus Russland. Der logistische Aufwand hierfür ist ökologisch und ökonomisch unverantwortlich.
Die weltweite Beschaffung von Fischrohware verursacht hohe
Kosten und belastet die Umwelt erheblich durch hohe Transportemissionen.

Die traditionelle Teichwirtschaft und die Netzgehegeproduktion in den Meeren belastet
die Umwelt zudem mit Produktionsabfällen, wobei nährstoff- und energiereiche
Reststoffe, ungenutzt vernichtet werden. Zudem kommt es zur unerwünschten
biologischen Artvermischung von Zucht- und Wildspezies durch Ausbruch von
Zuchttieren aus den Netzgehegen im Meer.

Besonders die negative Ökobilanz wird - bisher zu Recht - ins Feld geführt: Mehrere
Kilo Fische  werden getötet, um ein Kilo Fischfutter herzustellen. 
Derartige  Probleme 
sind durch ausgeklügelte Kreislauf-Konzepte wie mit IRAS lösbar. 

Weitere Details finden Sie in der folgenden Projektskizze

Landwirtschaftliche Aquakultur

Laut Statistik der FAO - der Nahrungsmittel- und Agrarorganisation der Vereinten
Nationen - stagniert der Fischfang bei ca. 120.000.000 t aufgrund der weltweiten
Überfischung, bei ständig zunehmender Nachfrage. Diese "Unterversorgung" wird 
durch die Aquakultur ausgelichen. In naher Zukunft wird die Hälfte aller
Wasserlebewesen aus Aquakulturen - insbesondere auch aus Kreislaufanlagen -
stammen.

 

 Entwicklung Weltmarkt

Lösung

Die traditionelle Fischwirtschaft kauft Fische aus aller Welt und importiert sie hierher. 
Das ist ökonomischer und ökologischer Unsinn, weil viele Arten "vor der Haustür"
innerhalb einzelner Regionen produziert, verarbeitet und vermarktet werden können.
Hierbei werden die Leistungsangebote von Fischfarmen, Teichwirten und Pflanzen-, Gemüse-, und Früchtehersteller zentral verarbeitet und vermarktet. So entstehen
Synergien
in Form neuen Regionaleinkommens sowie neuer Arbeitsplätze. Die
Vermarktung
erfolgt unter einer "Dachmarke". Beispiele: "Regiofisch", "Odenwaldfisch", "Rügenfisch", "Niederrheinfisch". Die Umsetzung dieses Regionalkonzeptes übernimmt
ein Regionalmanagement, welches professionelles Marketing praktiziert. Dazu gehören folgende "Säulen":

1. Säule: Marktforschung

Wer Marktforschung betreibt, muss sich Gedanken über die Fragestellung und die zu Befragenden machen. Bei der Erforschung des Fischkonsums macht es kaum Sinn,
nach traditionellen Fischangeboten zu fragen, die Antworten stehen in jeder 
Fischstatistik. Innovationen wie der "Regiofisch" generieren neue Märkte und somit
neue Käuferkreise. Im Mittelpunkt des Marketings steht der herausragende Nutzen
für die Verbraucher. Dazu gehören weitere Säulen wie folgt:

2. Säule: Produktpolitik

Importfisch ist völlig anonym. Niemand weiß unter welchen - oft sehr schlechten - Bedingungen er produziert wird. Beim "Regiofisch" ist das anders: Hier sind die
Verbraucher in der Lage, sich persönlich ein Bild von den - oft einwandfreien -
Produktions- und  Verarbeitungsbedingungen zu machen. Diese Transparenz
ist verbraucherfreundlich und vertrauensbildend - und wird mit der Akzeptanz
höherer Preise belohnt.


Strenge Hygiene- und Tierschutzgesetze in Verbindung mit staaatlichen Überwachungseinrichtungen sorgen für eine einwandfreie Produktqualität. Hinzu
kommen ökologische Kriterien wie die Wiederverwendung des Prozesswassers
durch Kreislaufführung, die Schonung von Wildbeständen, die saison- und witterungsunabhängige Verfügbarkeit von lebendfrischem Fisch.

Billigpreise bei Importware entsteht bekanntlich auch durch Ausbeutung
von Arbeitskräften oder Kinderarbeit. Fisch aus transparenter Produktion, ob aus  Kreislaufanlagen, Teichwirtschaften oder Binnengewässern, sind eine Alternative
zu diesen Mißständen. Transparenter Fisch wird zum "Unikat" und zur "Eigenmarke".

Die Bezeichnung der Fischrohprodukte - d. h. Frisch- und Räucherfisch - müssen 
dem seit 1.1.2002 gültigen "Fisch-Etikettierungsgesetz" entsprechen. Kunstnamen
allein wie "Melander", "Claresse" oder "Rheinischer Edelwels" sind ohne genaue (lateinische) Bezeichnung nicht statthaft. Verarbeitete und zubereitete Produkte
unterliegen jedoch nicht diesem Gesetz.

3. Säule: Preispolitik

Dass herausragende "Markenprodukte" und der damit verbundene "Mehrwert" sich in höheren Preisen niederschlägt, liegt auf der Hand. Das transparente "Qualitätsprodukt Regiofisch" darf ruhig - ja muss sogar - mehr kosten als "anonyme Importware". Kritische Verbraucher wissen das und sind gern bereit für ein gutes Nahrungsmittel tiefer in die Tasche zu greifen. Immer wieder aufflammende Nahrungsmittelskandale sorgen für diesen Sinneswandel beim Verbraucher.   
    
4. Säule: Kommunikationspolitik

Die herausragenden Vorteile des "transparenten Regiofischs" gegenüber "anonymen Billigimporten" müssen dem Verbraucher selbstverständlich bewußt sein. Mit einfacher, kostspieliger Werbung ist das kaum erreichbar. Daher ist professionelle  Öffentlichkeitsarbeit (public relations) in üblichen Medien notwendig. Somit sind neu errichtete Fischfarmen und deren Produkte "über Nacht" in aller Munde. Hochwertige Produkte haben erfahrungsgemäß immer ihre Abnehmer.  "Wenn's Brei regnet
soll man bekanntlich Löffel bereit haben".

5. Säule: Distributionspolitik

Die Vertriebswege des "Regiofischs" sind vielfältig. Ob lebend, rund und ausgenommen, filetiert oder geräuchert, mariniert oder auf Eis -  in jedem Fall sind sie kurz. Das
Besondere ist, dass es innerhalb einer Region keine Konkurrenz gibt, weil sich jeder Produzent auf eine bestimmte Fisch- oder Veredelungsart spezialiseren kann. Dem regionalen Vertriebspartner steht damit ein breitgefächertes Fischsortiment zur
Verfügung. Auf Sicht sollen damit die extrem hohen Fisch-Importquoten von über 80 % zugunsten der regionalen Produktion minimiert werden. Viele kleine regionale
Fischfarmen werden mit der Zeit hierzu ihren Beitrag leisten. Denn unbestritten ist:
"
Fisch hat Zukunft!"   

Landwirtschaftliches Regionalkonzept (LRK)

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