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Aufzuchtsysteme für Einsteiger und Profis

Die Investitionskosten einer Fisch- oder Shrimpsfarm im
industriellen Maßstab sind beachtlich. Das gilt auch für die
Risiken. Probleme - insbesondere technische - entstehen
meist unter Dauerbelastung und stellen sich oft erst nach
längerer Nutzung heraus.

Nahezu alle Interessenten sind "Neueinsteiger", die nicht 
"vom Fisch kommen". Insofern sind sie gut beraten, in
überschaubaren Dimensionen und geringem Investitionsrisiko 
anzufangen. Fahranfänger starten auch nicht gleich im Ferrari.
Daher haben wir ein System entwickelt, das mit dem 
Erfahrungsniveau seines "Fahrers" mitwächst - leistungsfähig,
hochflexibel und unbegrenzt ausbaufähig: IRAS!

Jedes IRAS-Becken ist eine autarke Kreislaufanlage in sich,
ausgestattet mit optimalem Klärverfahren nach neustem Stand
der Technik. Dieses ausgeklügelte System verfügt über
Alleinstellungsmerkmale, die weltweit ihres gleichen suchen.

IRAS-Basis-Module bestehen aus Setzlings-, Jung- und
Mastfischbecken mit integrierter biologischer Wasseraufbereitung.
Die mechanische Klärtechnik besteht jeweils aus Trommelfilter
sowie einer Flotationsanlage. Mehrere Basis-Module zusammen
betrieben ergeben eine komplette Fischfarm. 

Neueinsteiger benötigen nur ein oder zwei Becken, um die 
Intensivzucht in aller Ruhe zu erlernen. Die hierfür notwendigen
Investitionskosten liegen in der Größenordnung eines
Mittelklassefahrzeugs.
  
Herkömmliche RAS-Systeme führen das Prozesswasser
aller Becken einer zentralen Klärtechnik zu. Im etwaigen Störfall 
wie z. B. einer Fischkrankheit wird das gesamte System in
Mitleidenschaft gezogen. Zudem sind in RAS-Systemen
Fischarten mit unterschiedlichen Ansprüchen an ihren
Lebensraum (z. B. Temperatur) nicht gleichzeitig produzierbar.

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                     RAS-System






       
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IRAS umgeht diese Nachteile, indem die Klär- und Aufbereitungstechnik
unmittelbar im Produktionsbecken stattfindet - somit integriert. Analog zu
höheren Lebewesen, bei denen einzelne Organe im Körper integriert sind,
befinden sich hier alle Klärelemente im Aufzuchtbecken.

IRAS-Becken - ob eckig oder rund - sind innen ohne Verrrohrung und 
unzugängliche Ecken konstruiert. Nistplätze für pathogene Organismen 
werden so vermieden.
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              IRAS-System

             

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Vergleichstudie RAS-IRAS der Fachhochschule Trier (Auszug)
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Biologische Klärtechnik und innovative Schlammaufbereitung
ermöglichen eine fast hundertprozentige Wiederaufbereitung des
Prozesswassers. Bei Anwendung der Schlammaufbereitung liegt
der tägliche Frischwasserbedarf unter 1 % vom Gesamtwasservolumen,
je nach Besatzdichte und Spezies

Die gelösten Ausscheidungen der Fische bestehen hauptsächlich aus
Ammoniumstickstoff, die über ein stark belüftetes (aerobes) Schwebebett
in Nitrat umgewandelt werden. Da das "Nitrifikations"-Schwebebett im 
Becken integriert ist, entsteht dort eine hohe Wasserströmung und 
ermöglicht so eine ständige Bewegung der Fische wie in einem
Gebirgsbach. Auf diese Weise setzen die Fische Muskeln statt Fett an. 
Strömungsarme Bereiche dienen als Ruhe- oder Fütterungszonen.
Futterreste und Fischexkremente sinken Schwerkraft bedingt zu
Boden, wie in der Natur. 

Unterhalb des Produktionsbeckens befindet sich eine sauerstoffarme
(anaerobe) Zone, in der spezielle Füllkörper Nitrat in Luftstickstoff
umwandeln ("simultane Schwebebett-Denitrifikation"). So vermeidet
IRAS hohe Nitratanreicherungen wie sie bei RAS-Systemen üblich
sind. Der für diesen Prozess notwendige Kohlenstoff stammt aus
den Futterresten und Fischexkrementen, was eine separate und 
teure Kohlenstoffquelle entbehrlich macht.

Trommelfilter und Flotation konzentrieren ungelöste Fest- und
Schwebstoffe sowie Eiweiß- und Kohlenstoffverbindungen in einem
Bypasskreislauf zu einer wässrigen "Fischgülle", die einer zentralen
Schlammaufbereitung zugeführt wird. Danach wird das saubere
Wasser wieder dem IRAS zur Verfügung gestellt. Alternativ dazu
wird die wertstoffhaltige Fischgülle direkt in einer Pflanzenkultur
genutzt.

IRAS wird ausschließlich mit Luftdruck betrieben. Der dient zur
Sauerstoffversorgung der Fische oder anderer Wasserlebewesen,
zur Sauerstoffversorgung Mikroorganismen, zur Erzeugung einer
sehr hohen Strömung im Zuchtbereich sowie der Entfernung des
toxischen Kohlendioxids.

Energie verzehrende, elektrische Pumpen und damit verbundene
aufwändige Pumpensümpfe  werden überflüssig. Lediglich zum
Antrieb des Bypasskreislaufs, bestehend aus Trommelfilter und
Flotation, sowie zum Sedimentabzug im Bodenbereich wird eine
kleine Pumpe mit sehr geringem Stromverbrauch eingesetzt.

IRAS ist äußerst wartungsfreundlich: Mit wenigen Handgriffen ist
der gesamte Inhalt jeden Beckens für Inspektions- und
Reinigungszwecke herausnehmbar. 

Funktionen, die nicht unmittelbar mit dem Kreislauf des
Produktionswassers in Verbindung stehen wie das Luftdruck-,
Heiz- oder Kühlsystem, die Versorgung mit Frischwasser oder
die Salzwasseraufbereitung können zentral betrieben werden.
Das minimiert die Anschaffungskosten erheblich.

IRAS besticht durch sein einfaches, übersichtliches Design in
Verbindung mit einer großen Kombinationsvielfalt. Diese Vorteile
machen das IRAS-System zum Unikat in der modernen
Fischherstellung.

Unbegrenzt erweiterbar 

Die Systeme sind beliebig erweiterbar, so dass jährlich mehrere
hundert Tonnen Fisch in einer "Fischfarm" produziert werden können.
Zur Erzielung eines gleichmäßigen Produktionsergebnisses, bedarf
es mehrerer IRAS-Becken, die durch Zusammenfügen eine
komplette Fischfarm ergeben.

Die IRAS-Segmentbauweise mit verschraubbaren Edelstahlblechen
ermöglicht die Errichtung von Wasserkörpern beliebiger Größe
- an jedem Standort, weltweit. 

Die Montage der IRAS-Becken erfolgt von ortsansässigen
Handwerksunternehmen (Sanitär-, Heizungs- und Elektrounternehmen)
unter Anleitung eines Instruktors. 

Vor- und nachgelagerte Synergien

Die Energiekopplung mit Biogas- oder  Blockheizkraftwerk (BHKW)
reduziert - über die vorerwähnten Einsparungen hinaus - die
Produktionskosten der Fischfarm zusätzlich: Durch Recycling des
anfallenden Restschlammes in einer sich anschließenden "Hydrofarm"
wird die Umwelt zusätzlich geschont. Gleichzeitig werden Algen,
Muscheln und Wasserpflanzen produziert. Aufgrund ihrer hohen
Reinigungsleistung dienen z. B. Muscheln einem weitergehenden
Abwasserrecycling. Die Algen und Wasserpflanzen können als
Fischfutter in der Fischfarm verwendet werden. Die Nutzung von
Überschusswärme aus Biogas oder einem Blockheizkraftwerk 
ist hier besonders effektiv. 

Die geschlossenen Stoff- und Energiekreisläufe von Biogas, Fisch-
und Hydrofarm generieren völlig neue Märkte sowie zusätzliche
Einnahmequellen für die jeweiligen Betreiber.

Die Klärtechnik und die Wasserqualität sind das A & O des
Indoor-Fishfarmings. Details hierzu vermitteln unsere CD in
Verbindung mit unseren Workshops, die mehrfach im Jahr
stattfinden.

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IRAS-Vorteile:
 

Umwelt und Nachhaltigkeit 

  • Standort- und Klima unabhängig
     
  • Hohes Synergiepotential in Bezug auf Energie- und Stoffkreisläufe
     
  • Schonung natürlicher Fischbestände und Wasserkörper

  • Artgerechte Tierproduktion unter kontrollierten Bedingungen wie optimale Wasserqualität und Sauerstoffversorgung, gleichmäßige Temperatur, artgerechte Fütterung.
     
  • Vermeidung von Genmaterial, Antibiotika, Medikamente, Hormone
      
  • Geringer Energieverbrauch durch Nutzung natürlicher Prozesse (biologische Wasseraufbereitung)
      
  • Geringer Wasserverbrauch durch Prozesswasser-Recycling

  • Vermeidung von Emissionen durch Aufbereitung bzw. Wiederverwertung des Restschlammes zur Pflanzenproduktion  

Produkteigenschaften 

  • Lebendfrische Fisch- und Shrimpsproduktion in lebensmittelfreundlichen, unverwüstlichen Edelstahlbecken

  • Geringer Montageaufwand durch Selbstbau (IKEA-Prinzip)
     
  • Autarke Klärtechnik und Wasseraufbereitung im Aufzuchtbecken

  • Naturnahes Klärverfahren durch ausgeklügelte Verfahrensanordnung. Nitrifikation und Denitrifikation im Aufzuchtbecken.

  • "Simultane Denitrifikation", daher kein separater kostspieliger Methanoleinsatz erfoderlich wie bei RAS-Systemen

  • Hohe Strömung im Produktionsbecken (fehlt bei RAS-Systemen)
     
  • Verzicht auf schadstoffanfällige, unzugängliche Rohrsysteme und Pumpensümpfe
  • Geringer Planungsaufwand durch hohen Vorfertigungsgrad

  • Wartungsfreundlichkeit durch herausnehmbare Klärelemente

  • Sedimentabzug je nach Schlammvolumen

  • Beliebig erweiterbar durch Modulbauweise und schraubbare Edelstahlplatten

  • Süß- und salzwassertauglich durch Duplex-Edelstahl

  • Gleichzeitige Produktion unterschiedlicher Arten

  • Vollautomatischer Betrieb möglich

  • Übungsanlage als Fördervoraussetzung für Neueinsteiger  

Wirtschaftlichkeit 

  • Hoher Flexibilitäts- und Anpassungsgrad gemäß Marktnachfrage
  • Hohe Ertragschancen durch Verarbeitung und Direktvermarktung

  • Regionale Produktion ersetzt Logistikprobleme (Kühl-, Transport- und Lagerkosten)

  • Geringes Investitionsrisiko durch sukzessive Anpassung an Qualifikationsniveau des Betreibers

  • Kostenminimierung durch ausgeklügelte Energie- und Stoffkreisläufe

  • Interessante Finanzierungsalternativen (Fördermittel, Leasing)