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Shrimpszucht-Kreislaufanlagen



IRAS-Biofloc-Shrimpszuchtanlagen schonen die Umwelt, weil wenig Strom,
kaum Wasser und Salz verbraucht wird. Dementsprechend minimieren sich
auch die Kosten für Frisch- und Abwasser sowie den Salzverbrauch bzw. die
Salzentsorgung. Im Gegensatz zum sehr kostenintensiven RAS-Verfahren,
bleibt das warme Prozesswasser ständig im System und wird kaum
ausgetauscht, was sich günstig auf die Heiz- und Pumpkosten für Frisch-
und Abwasser auswirkt

IRAS-Biofloc-Shrimpszuchtanlagen bestehen lediglich aus drei Komponenten:

1. Aufzuchtbecken mit Setzlings-, Jungtier- und Mastbereich
2. Abscheider zwecks Rückführung von Bioflocken ins Aufzuchtbecken
3. Biopolymer-Wirbelbett-Reaktor (BWR) zwecks Nitratabbau.

Die einzelnen Funktionen werden weiter unten näher beschrieben.

Die aus den USA importierten "Postlarven" werden zunächst für einen Monat
in die Larven-Aufzucht-Station (LAS) gesetzt. Danach kommen sie in den
Setzlingsbereich des großen Aufzuchtbeckens. Nach weiterem Monat gelangen
sie über eine Schleuse in den Jungtierbereich, wobei gleichzeitig neue Larven
eingesetzt werden. Nach weiteren zwei Monaten kommen die Jungtiere - wieder
über eine Schleuse - in den Mastbereich und werden nach insgesamt sechs
Monaten lebendfrisch und ohne Chemieeinsatz geerntet und vermarktet. 
 
Biofloc-Systeme ahmen das natürliche Habitat der Garnelen nach, indem
Futteraufnahme und Wasserklärung simultan stattfinden. Extensive
Natursysteme arbeiten weltweit nach demselben Prinzip - jedoch ohne
ausgeklügeltes IRAS-Recycling.

Die Erbrütung der Garneleneier erfolgt derzeit noch in speziellen "Hatcheries"
in den USA und Lateinamerika. Dort werden sie bis zum "Mysis"-Stadium als
"Primär-Larven" aufgezogen und als "Post-Larven" oder Setzlinge versandt.
Die weitere Aufzucht der Setzlinge erfolgt - wie oben beschrieben - in der IRAS-
Larven-Aufzuchtstation und danach im eigentlichen IRAS-System.




Shrimps-Larven im provisorischen System 




Shrimps-Larven im Biofloc-System unter Einsatz eines
Biopolymer-Wirbelbett-Reaktors (BWR)
zur Denitrifikation




Shrimps-Aufzucht in Homburg (2013)
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IRAS Standard-Systeme
mit integriertem Setzlings-, Jung- und Mastbereich

Die IRAS-Standard-Systeme sind von der Anzahl der verschraubbaren
Edelstahlplatten abhängig. Die gängigen Maße der Edelstahlplatten sind
2,50 (L) x 1,25 (H) x 0,001 (t) m.

Bei einer Überlappungslänge von 10 cm pro Platte reduziert sich die
Länge auf 2,40 m, woraus sich - bei gleichbleibender Höhe von 1,25 m -
folgende Werte ergeben:

Modell S4
4 Platten = 3,06 m Durchmesser = 9,18 m³ ges.Vol. = 5,93 m³ pro.Vol.

Modell S5
5 Platten = 3,82 m Durchmesser = 14,32 m³ ges.Vol. = 9,20 m³ pro.Vol.

Modell S6
6 Platten = 4,58 m Durchmesser = 20,57 m³ ges.Vol. = 13,23 m³ pro.Vol. 

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Basisinformationen
Basis eines BFT-Systems sind ausgewogene Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnisse
nach der sogenannten "Redfield-Ratio". Sie resultiert aus einer artgerechten
Fütterung, der Anwesenheit von Kohlenstoff sowie einer intensiven Belüftung, die
die "Bioflocken" in ständiger Schwebe halten.
IRAS-"Biofloc"-Kreislaufanlagen
bestehen daher aus folgenden Bereichen:

Aufzuchtbereich 
Entsprechend dem Zuchtbereich der Fische, ist dies der Lebensraum für die
Garnelen. Aus Exkrementen und Futterresten entstehen "Bioflocken", die stark
belüftet und somit in Schwebe gehalten werden - analog zu Schwebebett-Füllkörpern
in der Fischzucht. S
ie bestehen aus einem heterogenen Mix strukturbildender,
filamentöser und abgestorbener Bakterien, organischen Polymeren, Algen und
Protozoen sowie weiterer Mikroorganismen. Sie
dienen den Garnelen als Futter
und gleichzeitig der biologischen Reinigung, indem sie Ammonium/Ammoniak
in Nitrat umwandeln (Nitrifikation). 

Abscheider
Unterhalb des Nitrifikationsbereichs befindet sich eine Absaugvorrichtung, die
dafür sorgt, dass das mit Bioflocken belastete Wasser über eine kommunizierende
Rohrverbindung, unter hydrostatischem Druck - somit ohne Pumpeinsatz - einem
Abscheider zugeführt wird. Von dort werden die suspendierten Bioflocken wieder ins
Aufzuchtbecken zurückgeführt, wobei sich schwere Überreste im Abscheiderkonus
absetzen und von Zeit zu Zeit abgelassen werden. Dieser Prozess erfolgt im
permanenten Kreislauf als "großer Bypass".

Biopolymer-Wirbelbett-Reaktor (BWR)
Neben der permanenten Prozesswasser-Rückführung ins Aufzuchtbecken, gelangt
das Prozesswasser zudem in den BWR, der kohlenstoffhaltige Biopolymere enthält.
Mit der Zeit entstehen dort - unter anaeroben Bedingungen - denitrifizierende Bakterien,
die ihre Wachstumsenergie aus dem vorhandenen Nitrat beziehen ("Nitratatmung").
Hierbei werden toxische Stickstoffverbindungen in elementaren Luftstickstoff (N2)
verwandelt, der sich über den Abscheider in die Atmosphäre verflüchtigt.
(Denitrifikation).

Der herausragende Nutzen dieses BWR-Verfahrens ist, dass nur so viel Kohlenstoff
verbraucht wird wie Stickstoff als "limitierender Faktor" im Futter vorhanden ist.
Umkehrvergiftungen wie sie z. B. durch herkömmliche "mobile" Kohlenstoffquellen
wie Alkohole oder Melasse entstehen können, sind somit ausgeschlossen. Dieses
"immobilisierte", selbstregulierende BWR-Verfahren ist innovativ und läuft langsam
als "kleiner Bypass" ab.
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Material
Das Beckensystem der Shrimpszuchtanlage besteht aus salzwasser-
resistentem Duplex-Edelstahl (EN 1.4462). Seine herausragenden Vorteile
sind unbegrenzte Lebensdauer sowie absolute Lebensmittel-, Hygiene-
und Tiertauglichkeit. Hinzu kommt eine innovative Verbindungstechnik.
Insofern kann auch die Shrimpzucht nach dem LEGO-Prinzip installiert
werden.

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Alleinstellungsmerkmale:

- Sehr geringer Frisch- und Abwasserverbrauch;
  l
ediglich die sehr geringen Wasserverluste durch den Abscheider,
  durch Verdunstung oder Handling (Sortieren, Reinigen, Verprobung usw.)
  müssen ersetzt werden.

- Sehr geringer Salzverbrauch

- Sehr geringe Futterkosten durch Wiederverwertung des ausgeschiedenen Futters
  in Form von Bioflocken (Futterquotient < 1)

- Geringe Heizlast und Pumpenergie durch konstant verweilendes Beckenwasser

- Einfache Handhabung durch selbstregulierdendes System

- Hohe Renditen durch rollierendes Mastsystem (bis 6 Ernten/Jahr)

- Hohe Betriebssicherheit durch ausgeklügelte Verfahrenstechnik
 
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Das "Biofloc-Verfahren" setzt allerdings beim Betreiber erhebliches biologisches
Wissen und "Fingerspitzengefühl" voraus. Daher ist es unumgänglich "klein"
anzufangen und sich fachlich fundiert beraten zu lassen.
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Bioflocke

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"Biofloc"-Biologie
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Biologisches Grundwissen

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Optimales Zuchtergebnis
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